»Es ist ein Privileg, in einem Zeitalter zu leben, das ein solches Meisterwerk der historischen Literatur hervorgebracht hat.«
Gary Wills, New York Review of Books

"Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme."

Mit diesem Zitat aus dem Matthäusevangelium ist fast schon der Dreh- und Angelpunkt des 1000seitigen, historischen Buches des irisch-amerikanischen Historikers Peter Brown umschrieben. Es waren nicht die Reichen, nicht die etablierten Römer, die am Anfang der christlichen Religion angehörten. Es war die armen, die unterdrückten Menschen, die daran glaubten, mit Mildtätigkeit sich einen Schatz im Himmelreich anzueignen. Es wäre aber nun falsch anzunehmen, dass der Untergang des Römischen Reiches nur durch den Aufstieg des Christentums verursacht worden wäre. Browns Buch zeigt detailliert und genau, wie sich die Welt am Beginn unserer Zeitrechnung grundlegend gewandelt hat und schließt mit dem Resümee und der Frage: „Was ist der Mensch? Er ist – wenn er nur will! – ein Wesen, das sich derer annimmt, die arm und in Not geraten sind.“



Peter Brown
„Der Schatz im Himmel“

Der Aufstieg des Christentums und der Untergang des römischen Weltreichs
957 Seiten
Klett-Cotta
42,-- Euro



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