Aus Georgiens Küchen
Wenn Diplomaten im fernen Moskau der russischen Küche überdrüssig geworden sind, fiel es ihnen ein, dass sie aus wichtigen politischen Gründen nach Georgien müssten. Dort erwartete sie kulinarisch ein Schlaraffenland. Die georgische Tafel ist nicht nur wegen der lukullischen Fülle bekannt, sondern auch durch die Vielfalt und die Raffinesse der Küche. Nana Ansari geht in ihrem schön gestalteten Buch mit 151 Rezepten aber nicht nur auf Speisen und Getränke ein, sie erklärt auch die große Bedeutung einer georgischen Tafel. Wenn man sich in jenem Land mit der Familie oder Freunden trifft und um einen Tisch versammelt, wird ein „Vorsteher“ gewählt, der sich mit seinen Tischreden um das festliche Gelingen des Beieinanderseins bemüht. Wenn dann die Männer in der Runde zu guter Letzt auch noch zu ihren polyphonen Gesängen anheben, ist die georgische Tafel rundum gelungen.

Nana Ansari
„Die georgische Tafel“

Mit 151 Rezepten
224 Seiten
Mandelbaum Verlag
25,- Euro