Das größte literarische Dokument der „Victorian era“
Unter männlichem Pseudonym (George Eliot) publiziert Mary Ann Evans (1819-1880) ein literarisches Werk, das Virginia Woolf später einmal als „das herrliche Buch schlechthin“ bezeichnen sollte und das heute vollkommen zurecht als Höhepunkt der englischen Romankunst des 19. Jahrhunderts gilt. Der Untertitel des Buches verrät sein thematisches Interesse: „Eine Studie über das Leben in der Provinz“; und was für eine Studie! Mit psychologisch-genauer Einfühlung in die unterschiedlichen Charaktere und einem detaillierten historischen und soziologischen Bewusstsein berichtet Eliot (alias Evans) sowohl realistisch-nüchtern, wissenschaftlich als auch kurzweilig und mit der nötigen ironischen Tiefenschärfe vom viktorianischen Provinzstädtchen „Middlemarch“ und seinen (weiblichen) Bewohnern.
 
 



 

 
George Eliot
„Middlemarch“

1264 Seiten
Rowohlt
45,- Euro